Schweden

Schweden

Flora und Fauna

Die ausgedehnten Nadelwälder prägen in Nordschweden das Bild. Je mehr man allerdings in den Süden vordringt, desto mehr Mischwälder findet man. Die Laubwälder mussten in Südschweden dem Ackerbau Platz machen oder wurden aufgrund der höheren Wachstumsrate durch Nadelbäume ersetzt.
Bedingt durch das Klima und die geologischen Voraussetzungen, findet man auf den Inseln Gotland und Öland eine beeindruckende und vielfältige Flora vor. Hier findet man eine einzigartige Mischung. Auch Pflanzen, die sonst in Europa nur im Balkanraum gefunden werden. Die zahlreichen Orchideenarten sind besonders erwähnenswert.
Reichlich findet man in Schweden Schwarz- und Rotwild. Wildschweine wurden allerdings während des 18. Jahrhunderts ausgerottet. Allerdings konnte sich nach Ausbrüchen von Wildschweinen in den 1940er Jahren angelegten Wildgehegen in den 1970er Jahren wieder eine lebensfähige wilde Population entwickeln.
Für die größte Zahl an Elchen in Europa ist Schweden besonders bekannt. Allerdings stellen diese eine große Gefahr im Straßenverkehr dar – 2006 wurden rund 5000 Verkehrsunfälle mit Elchen gezählt. Auch richten diese Tiere großen Schaden in Waldpflanzungen an. Bis zu einem Viertel des Elchbestandes wird in der Jagdsaision im Herbst erlegt. Durch die hohe Reproduktionsrate ist der Bestand an Elchen nicht gefährdet.
Dank strenger Umweltbestimmungen sind Raubtiere wie Braunbären, Wölfe und Luchse wieder auf dem Vormarsch. Die vielen Seen und langen Küsten bieten viel Lebensraum für Wassertiere. In Schweden findet man reichlich Süß- und Salzwasserfische; auch Biber und Robben sind häufig anzutreffen.
Als erstes Land in Europa richtete Schweden im Jahre 1909 Nationalparks ein. 11 % des Landes sind mittlerweile durch Naturschutzgebiete oder –reservate sowie 28 Nationalparks geschützt.