Schweden

Schweden

Lund

Eine Stadt in der südschwedischen Provinz Skane län und der historischen Provinz Schonen ist Lund. Lund, die meist als Studentenstadt (mehr als ein Drittel der Einwohner sind Studenten) bezeichnet wird, ist die elftgrößte Stadt Schwedens und nach Malmö und Helsingborg, die drittgrößte Stadt Schonens. Von zahlreichen Cafes, Parks und alten Backstein-Fassaden ist sie geprägt. Diese Universitätsstadt gilt als kulturelles Zentrum des Südens und ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.
Etwa 17 Kilometer südlich von Malmö und nur 60 Kilometer von der dänischen Hauptstadt Kopenhagen entfernt, im äußersten Südwesten Schwedens liegt Lund.

Klima


Feuchtkontinentales Klima herrscht in Lund. Durch die Nähe zum Öresund und die ungeschützte Lage auf der schonischen Halbinsel herrscht durchweg windiges Wetter vor, mit Winden meist aus Süd bis Süd-West. Dies hat aber relativ geringe Temperaturschwankungen zur Folge. Meist sind die Winter nass, mit wenig bis keinem Schnee. Die Temperaturen übersteigen im Sommer selten die 25 Grad Marke. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 7,9 Grad, der Jahresniederschlag beträgt 655 Milliliter.

Geschichte


Vom dänischen Wikingerkönig Sven Galbebart wurde Lund im Jahre 990 Nach Christus gegründet und gilt gleichauf mit Sigtuna als älteste Stadt Schwedens. Der Name der Stadt deutet darauf hin, dass dieser Platz bereits zur Wikingerzeit kultische Bedeutung hatte. Lund wird auch in der ältesten Geschichte des Nordens als eine durch Schifffahrt und Handel mächtige Stadt erwähnt.
Schweden wird aus Lund regiert
Schweden wurde gegen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts von weiteren Kriegen heimgesucht, was die Lage in der Stadt erschwerte. Brände wüteten in den Jahre 1703 und 1711, von 1712 bis 1713 die Beulenpest. Schweden wurde aus Lund regiert und zwei Feldzüge gegen Norwegen geplant und vollzogen als zwischen dem 6. September 1716 und 11. Juni 1718 Karl XII. in Lund residierte. In den letzten Jahren des Großen Nordischen Krieges kamen Diplomaten aus ganz Europa nach Lund und die Stadt erreichte neue politische Bedeutung.

Nachkriegszeit


Die Stadt erlebte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein starkes Bevölkerungswachstum. Bereits im Jahre 1950 lebten etwa 35.000 Menschen in Lund. Frühere Ackerlandflächen wie Norra Fäladen, Östra Torn-Martens Fälad un Klostergarden wurden zu neuen Stadtteilen erschlossen. Die Technische Hochschule Lund wurde im Jahre 1961 gegründet. Im Jahre 1983 begann man mit dem Bau von Schwedens erstem Gewerbegebiet Ideon, heute ein Firmenpark vor allem für Informations- und Biotechnologiefirmen.

Sehenswürdigkeiten


Dank seiner Lage ist Lund Ausgangspunkt für Ausflüge durch Schonen, sowie für Tagesausflüge nach Malmö und Kopenhagen. Der romanische Dom ist weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt. Die zahlreichen Wassertürme stellen eine Besonderheit in Lund dar, unter denen der Gamla Vattentornet mit etwa 75 Meter Höhe der Größte ist.
Für ihre Größe ist die Stadt kulturell hervorragend ausgestattet. Es gibt mehrere Theater, Kinos, sowie unzählige Cafes in denen Lesungen oder Filmvorführungen stattfinden. Des Weiteren sehr interessant in Lund sind das Kunstmuseum Skissernas Museum, das Freilichtmuseum Kulturen, sowie die Mejeriet (Molkerei), ein Kulturhaus in dem Konzerte stattfinden.